Grußworte


Grußwort des Landrates


Nach dem Motto „Kampfsportler helfen“ veranstaltet das Warriors Martial Arts Team aus Forchheim nun schon zum 18ten Mal die Benefizveranstaltung Nikolaus-Budo-Lehrgang.

Ich freue mich auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernehmen zu dürfen, bei der wieder zahlreiche Spenden gesammelt werden, die der Unterstützung der deutschen Gewaltopferhilfe Weißer Ring e.V. zugute kommen. Sie leisten eine umfassende Hilfe für Menschen, die von Straftaten betroffen sind, und setzen sich in der Gewaltprävention ein. Sie tragen mit Ihrer Spende zu einer guten Sache bei, denn Ihre Spende, die aus dieser Benefizveranstaltung hervorgeht, kommt Menschen zugute, die meist ein schweres Schicksal zu tragen haben.

Freuen wir uns wieder auf Top-Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen des Kampfsports und der Kampfkunst wie Mixed Material Arts (MMA), Grappling oder dem Schwertkampf, die der Organisator Michael Kann und sein Team auch in diesem Jahr wieder mobilisieren konnte, um die Teilnehmer in den Lehrgängen bestmöglich zu unterstützen.

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich viel Spaß und Erfolg bei der Veranstaltung. Den Organisatoren und allen Mitwirkenden danke ich für ihr Engagement, das notwendig ist, den Nikolaus-Budo-Lehrgang jedes Jahr hier in Forchheim stattfinden zu lassen.


Dr. Hermann Ulm
Landrat

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Monika Vieth, WEIßER RING e.V. Forchheim
40 Jahre WEIßER RING e.V. 1976 – 2016



Stimme der Opfer – Der WEIßE RING tritt seit 40 Jahren für Rechte und Belange von Kriminalitätsopfern ein.

Der WEIßE RING wird 40 Jahre alt. Die heute größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität wurde am 24. September 1976 in Mainz von 17 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen – darunter der bekannte Journalist und Moderator von „Aktenzeichen XY…ungelöst“ Eduard Zimmermann. „Damals wie heute steht der WEIßE RING dafür, Opfern eine Stimme zu geben“, sagt Monika Vieth, Leiterin der AS Forchheim beim WEIßEN RING e.V.

Denn häufig leiden Opfer noch jahrelang nicht nur körperlich, sondern auch seelisch unter den Folgen einer Straftat. Der WEIßE RING hat es sich zur Aufgabe gemacht, die rechtliche und soziale Situation von Kriminalitätsopfern zu verbeßern. In 40 Jahren wurde bereits viel erreicht: So hat sich nicht nur die finanzielle Unterstützung für Kriminalitätsopfer seitens des Staates verbeßert. Opfer haben auch im Strafprozeß mehr Rechte als früher und Anspruch auf umfaßende und sensible Betreuung nach der Tat. Die Zahl der polizeilich erfaßten Straftaten seit 1976, um fast 99 Prozent. Dennoch dreht sich in der öffentlichen und medialen Wahrnehmung zu häufig noch immer alles um den Täter, das Opfer bleibe in seiner Not, mit seinen Belangen und Bedürfnißen außen vor. Vielen hunderttausend Kriminalitätsopfern und ihren Angehörigen konnte der WEIßE RING bereits helfen: Seit Bestehen des Vereins wurden insgesamt mehr als 353.000 materielle Hilfeleistungen erbracht (Stand: Juni 2016). Für Opferbetreuungsmaßnahmen wie Umzugshilfen, Hilfeschecks für anwaltliche oder psychotraumatologische Erstberatungen oder rechtsmedizinische Untersuchungen wurden mehr als 204 Millionen Euro bereitgestellt (Stand Juni 2016). Auch in Forchheim konnten die Mitarbeiter des WEIßEN RINGS viel bewegen und Menschen in Not mit Rat und Tat zur Seite stehen.

In der Gesamtzahl gar nicht erfaßbar sind die vielen zigtausend Stunden der ehrenamtlichen Hilfe, die die insgesamt rund 3.200 ehrenamtlichen, profeßionell ausgebildeten Mitarbeiter in den bundesweit 420 Außenstellen erbringen: Sie leisten menschlichen Beistand, erörtern zusammen mit Betroffenen Hilfsmöglichkeiten, begleiten aber auch bei Gängen zur Polizei oder zu Gerichten, um als Vertrauensperson vor Ort zu unterstützen. Auch über das kostenlose und bundesweite Opfer-Telefon des WEIßEN RINGS bieten Mitarbeiter unter der Rufnummer 116 006 täglich von 7 bis 22 Uhr Trost und Orientierung. Im Sommer 2016 hat der WEIßE RING darüber hinaus eine Onlineberatung eingerichtet, um einen zusätzlichen und anonymen Zugang zu seinen Hilfsmöglichkeiten zu schaffen. Neben der praktischen Opferhilfe und dem öffentlichen Eintreten für Kriminalitätsopfer sind die Helfer des WEIßEN RINGS aber auch auf dem Feld der Kriminalprävention aktiv, um Verbrechen bestmöglich vorzubeugen und zu verhindern, daß Menschen (erneut) Opfer von Straftaten werden. Die tragende Säule des WEIßEN RINGS bildet bis heute bürgerschaftliches Engagement. „Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter sind das Rückgrat des WEIßEN RINGS“, betont Frau Vieth. „Ohne ihren Einsatz wäre Opferhilfe in Deutschland nicht leistbar.“ Der Verein arbeitet seit seiner Gründung vollkommen unabhängig von staatlichen Finanzmitteln und finanziert seine Tätigkeit außchließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, testamentarischen Zuwendungen sowie von Gerichten und Staatsanwaltschaften verhängten Geldbußen. „Wenn es den WEIßEN RING nicht schon gäbe, müßte er erfunden werden – diesen Satz haben wir in den Jahren unseres Bestehens von vielen Menschen gehört, denen wir geholfen haben“, sagt Monika Vieth. „Für uns ist entscheidend, ob wir helfen konnten, einen Weg zurück in ein normales Leben zu finden.“

Dieses Engagement honorieren die Warriors in Forchheim seit vielen Jahren mit der Benefizveranstaltung Nikolaus Budo-Lehrgang. In Forchheim wird eine Erfolgsstory von Kampfsportlern für Gewaltopfer geschrieben! Europas älteste und größte Benefizveranstaltung von Kampfsportlern und Kampfkünstlern für Gewaltopfer „Der Nikolaus Budo - Lehrgang“ wird seit acht Jahren in Folge vom Warriors Gym, unter Leitung von Michael Kann, ausgerichtet! Top-Referenten aus den unterschiedlichsten Kampfkünsten bzw. Kampfsportarten werden auch dieses Jahr wieder ihr Können und Wißen in den Dienst der guten Sache stellen. Die Teilnahme an den Lehrgängen ist kostenlos. Das Engagement und die Bereitschaft aller Sportler und Zuschauer haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, daß Geld für die Opferarbeit des WEIßEN RINGS gespendet wurde. Dafür sage ich allen, die diese Aktion unterstützen, meinen herzlichen Dank. Mein ganz besonderer Dank gilt aber Michael Kann, der in unermüdlicher Arbeit und mit viel Einsatz diese Aktion als Benefiz - Veranstaltung für den WEIßEN RING e. V. auf die Beine gestellt hat. Der Nicolaus - Budo - Lehrgang ist in der Zwischenzeit zu einem Ereignis geworden, das weit über die Grenzen von Forchheim bekannt ist und auch in Zukunft Geschichte im Kampfsport schreiben wird.

Mit dem Engagement aller Beteiligten wird dieses Event auch in diesem Jahr zu einem Erlebnis für Jung und Alt. Kraft sinnvoll einsetzen - Gewalt vermeiden, das muß Schule machen! Es kann ein Beispiel für andere Sportveranstaltungen sein.

Es wird für Deutschlands größte Opferhilfsorganisation WEIßER RING e. V. an beiden Tagen um Spenden gebeten, die für die Opferarbeit ohne Abzug in voller Höhe zur Verfügung gestellt werden.

Es hat jedes Mal großen Spaß gemacht, den Lehrern und den Schülern in den Hallen zuzusehen. Ich wünsche allen, die sich an dieser Aktion beteiligen weiterhin viel Erfolg und freue mich auf ein Wiedersehen.



Eure

Monika Vieth
Leiterin der Außenstelle Forchheim
WEIßER RING e.V.
Weißer Ring - Kreis Forchheim

Spendenkonto:
Deutsche Bank Mainz
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BIC: DEUTDE5MXXX